| Besucher: 474 [Heute: 1] | |||||||||||||||||||||||||||||||||||
|
»Navigation« |
Neudefinition eines Genres SILVERLANE - so heißt jene Band, in der Subway-To-Sally-Drummer Simon Michael seine Vorlieben für partiell progressiv orientierten, stets aber melodisch und sinfonisch ausgerichteten Power Metal in der Tradition Edguy beziehungsweise Avantasia, Kamelot und Gamma Ray auslebt. Und das nicht erst seit gestern: Denn schon 1995 rief der damals elfjährige (!) Steppke mit seinem Schulfreund Daniel Saffer (Bass) sowie seinen Geschwistern - Brüderchen Chris (Gitarre, Backing Vocals) und Schwesterchen Dodo (Keyboards, Backing Vocals) - die Combo, quasi als Familienunternehmen, ins Leben, um so erste Erfahrungen im gemeinschaftlichen Komponieren zu sammeln. Erfahrungen, die sich schnell auszahlen sollten: Denn inmitten der Arbeiten zum selbst produzierten Gesellenstück LEGENDS OF SAFAR (2005) - einem Konzeptalbum, von dem im Eigenvertrieb ohne Promotion immerhin 1.000 Exemplare abgesetzt werden konnten - bewirbt sich der Schlagwerker bei der Mittelalter-Rock-Institution Subway To Sally. Die Cracks sind von dem bereits in diesen jungen Jahren exorbitanten Können des talentierten Nachwuchs- Trommlers begeistert - und unterbreiten ihm ein sensationelles Angebot: "Gib uns bis morgen zehn Uhr Bescheid, ob du bei uns einsteigen willst!" Der Rest ist, zumindest was Simon Michaels Engagement bei den Potsdamern betrifft, Rock- Geschichte. Dies bedeutete jedoch nicht auch gleichzeitig das Ende von SILVERLANE. Im Gegenteil: Gemeinsam mit Sänger Ecki Singer, einem erst 23-jährigen stimmgewaltigen Energiebündel, und Gitarrist Uli Holzermer arbeitet Michael parallel an "My Inner Demon" - dem am 20. Februar 2009 erscheinenden offiziellen Debüt seiner Band. Vor gut anderthalb Jahren ist es passiert: Da sorgte Drummer Simon Michael für Furore, indem er sich mit MY INNER DEMON, dem offiziellen Debüt seiner Band Silverlane, an die Öffentlichkeit wagte – und dafür auf Anhieb mit ungeahnt grandiosen Kritiken überhäuft wurde. Denn das hatte man dem Percussionisten, der ansonsten für die Mittelalter-Rocker Subway To Sally die Stöcke schwingt, kaum zugetraut: Nämlich dass er ein Werk abliefert, das vor teilweise progressiv orientierten, stets aber melodischen ausgerichteten, epischen Heavy Metal in der Traditionslinie von Avantasia, Kamelot, Stratovarius und Gamma Ray nur so strotzt. Dabei frönt Simon Michael diesem „Hobby“ abseits von Subway To Sally bereits seit gut 15 Jahren, begann eigentlich so seine Musikerlaufbahn: Schon 1995 rief der damals elfjährige (!) Steppke mit seinem Schulfreund Daniel Saffer (Bass) sowie seinen Geschwistern - Bruder Chris (Gitarre, Backing Vocals) und Schwester Dodo (Keyboards, Backing Vocals) – die Combo ins Leben. Und erst während der Arbeiten zum selbst produzierten 2005-er Gesellenstück LEGENDS OF SAFAR bewirbt sich der Schlagwerker bei den „Sallys“, wird prompt angenommen. Nun der zweite Streich: ABOVE THE OTHERS. Und auch hier werden Innovationen groß geschrieben. Alleine die von sinfonischen Keyboard-Arrangements geprägte, treibende Eröffnungshymne in Form des Titeltracks sowie das sich anschließende, etwas rockiger akzentuierte und Doublebass-dominierte ’1789’ bieten oberflächlich gesehen ein erstklassiges Nackenmuskeltraining für Headbanger, beim genaueren Hinhören jedoch musikalische Feinheiten, die den Kenner mit der Zunge schnalzen lassen. Das pulsierende ’Last Day On Earth’ wiederum beeindruckt durch seinen unwiderstehlichen Midtempo-Groove, der sich gnadenlos durch Gehörgänge walzt, in einem eingängigen, sofort zum Mitsingen animierenden Refrain kulminiert und dank seiner dämonischen Stimmung den Bogen spannt zu frühen Rainbow und Dio (R.I.P.!). ’Fallen Angel’ hingegen fasziniert anfangs durch ein düsteres Stakkato-Riffing, wie man es unter anderem von Rammstein erwarten würde, das aber erneut seine Auflösung in einem hymnischen Refrain findet, der den Zuhörer automatisch zum Fäuste recken und Mähnenschütteln verleitet. Das von voluminöse Arrangements und massiven Orchestrierungen geprägte ’Anything’ wiederum beweist, dass nicht nur die Prog-Protagonisten Blind Guardian in der Lage sind, Orchester-Klänge mit denen einer Metal-Band kompakt und organisch miteinander zu fusionieren. Kernstück ist jedoch das vierteilige Opus ’The White Lady’, das die Sage von der Weißen Frau - ein Gespenst, das in mehreren Schlössern europäischer Adelsfamilien gespukt haben soll – erzählt und musikalisch sämtliche Facetten bietet, die der anspruchsvolle Hörer von modernem, melodischem, kraftvollem Heavy Metal erwarten darf: gefühlsbetonte, wehmütig-sphärische Klänge wie im ersten Teil ’A Ghost Appears’, fanfarenhafte Melodieläufe (Teil II: ’Golden Needle’), bombastische Orchestrierungen (Teil III: ’Between The Trees’) und kräftigen, monumentalen, fast schon bedrohlich-doomigen Heavy Rock (Teil IV: ’Days Of Sorrow’). „Fast schon eine Heimatgeschichte“, erzählt Simon Michael mit Stolz über sein erstes Mini-Opus, der – ohne die restlichen Stücke abwerten zu wollen – vielleicht besten Schöpfung, die der Drummer mit seiner Band bis dato abgeliefert hat. „Die ältesten Berichte über die Erscheinung dieses weiblichen Geistes stammen aus dem 15. Jahrhundert und haben ihren Ursprung in der Plassenburg ob Kulmbach – in unmittelbarer Nähe meines Wohnorts.“ Der lyrische Schwerpunkt von ABOVE THE OTHERS wird jedoch von einem anderen Thema geprägt: „Vor ein paar Monaten“, so Michael, „verlor ich leider meinen besten Freund. Unter dem Eindruck dieser Tragödie sind mehr oder weniger unfreiwillig einige Songs zum Thema Selbstmord entstanden: ’Last Day On Earth’, ’Dark Side In You’, ’Anything’.“ Und noch etwas bewegte Simon Michael und seine Mitstreiter in den vergangenen Monaten – etwas, das seinen Niederschlag im Albumtitel fand: „In ’Above The Others" bringen wir trotzig und selbstbewusst zum Ausdruck, dass es uns egal ist, wenn uns manche Kritiker oberflächlich als Helloween-, Gamma Ray- oder HammerFall-Abklatsch abkanzeln. Mir gefiel die Attitüde, die in der Aussage "cause today we stand above the others" steckt. Deswegen erkoren wir dieses Zitat nun einhellig zum Schlachtruf für unsere zweite Scheibe aus!“ Einer Scheibe, die mit atemberaubenden Gitarrenattacken des Duos Uli Holzmer/Chris Alexander nur so brilliert. Und einer Scheibe, die trotzdem in echter Teamarbeit entstand und an der jedes Band-Mitglied gleichberechtigt partizipierte. „Von jedem“, so Michael abschließend, „befindet sich mindestens ein Song aus seiner Feder auf dem Album – so gesehen sind wir vielleicht alleine deshalb die demokratischste Band im Genre des Heavy Metals!“ Und die kompakteste: Niveauunterschiede hört man – wie sonst bei vielen Genre-Kollegen - aus den Songs nicht heraus. Im Gegenteil: ABOVE THE OTHERS bewegt sich auf einem unglaublich hohen musikalischen Level – von der ersten bis zur letzten Sekunde!
Live gesehen: 2009.12.12 Stadthalle Lichtenfels - "Rock in Concert CHRISTMASMETAL" 2010.07.23 WACKEL-Festival 2010 (Brüderes bei Speichersdorf) 2010.11.06 "15 Years of Metal" Silverlane Jubiläum - Junges Theater Forchheim Above The Others
CD-Reviews:
My Inner Demon
|
||||||||||||||||||||||||||||||||||
![]() |
|||||||||||||||||||||||||||||||||||
|
©1982-2012 by Daniel Gutgesell | Hosted by zer0ne.de |
|||||||||||||||||||||||||||||||||||
|
||||||||||||||||||